Geerbte Trauer – Transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata

Auf einen Blick

Beginn: Montag, 24. Februar 2020, 10:00 Uhr
Ende: Mittwoch, 26. Februar 2020, 16:00 Uhr

1. Tag 10.00 – 17.00 Uhr /2. + 3. Tag 9.00 – 16.00 Uhr 

Veranstalter: Leibniz Kolleg Hannover
Veranstaltungsort: 30625 Hannover

Referent/in: Andreas Süskow
Fortbildungspunkte: 24
Zertifikat: Abschlusszertifikat
Teilnehmerzahl:

Kosten:
Standardpreis: 399,00 € zzgl. 20,00 € Skriptgebühr €

Beschreibung

Kriegsenkel – die Kinder der Kriegskinder (3-Tage Bildungsurlaub Seminar)

Schon seit längerem weiß die Trauma Forschung, dass unbehandelte Traumata an nachfolgende Generationen weitergegeben werden.
Der 2. Weltkrieg hat allein in Deutschland Millionen Menschen traumatisiert, ohne dass Betroffene eine Möglichkeit gehabt hätten, sich um Heilung dieser schweren psychischen Verletzungen zu kümmern.
Besonders die Kinder des letzten Krieges haben gelernt, über ihre traumatisierenden Erfahrungen besser zu Schweigen und meist das Verdrängen als einziges Mittel des Umganges damit praktiziert.

Da sie ihre Traumata aber gerade deshalb an ihre Kinder weitergeben, haben diese dann mit Symptomen zu kämpfen, deren Ursachen sie nicht kennen und für die es darum, oft trotz intensiver, langjähriger Psychotherapien, keine Linderung gibt.

Dieses Seminar möchte helfen, transgenerational weitergegebene Traumata bei sich selbst aber auch bei zu begleitenden Menschen besser zu erkennen und verschiedene typische Betroffenheiten vorstellen.
Es sollen mögliche Ansätze für den heilsamen Umgang mit Betroffenen in der Trauer- und Sterbebegleitung, der Betreuung und auch der Therapie aufgezeigt werden.

Das Seminar richtet sich neben selbst Betroffenen vor allem an Trauerbegleiter, Sterbebegleiter und alle Therapeuten, die die Aspekte dieser Thematik in ihre Arbeit einbeziehen wollen.
Das Seminar ist aber nicht als Fortbildung zur Traumatherapie zu verstehen, auch wenn es für Trauma Therapeuten nützlich sein kann, dieses Wissen in ihrer Arbeit zu verwenden.

Um in der Begleitung und Therapie heilsam mit den betroffenen Menschen umgehen zu können, muss die eigene Emotionalität von Trauer und geerbten Traumata reflektiert werden.
Deswegen wird ein Mindestmaß an Bereitschaft, sich mit der eigenen Betroffenheit in das Seminar einzubringen, vorausgesetzt.

Ablauf und Inhalte

1.Tag Einführung in das Thema:
– Traumatisierende Kriegserlebnisse und prägende Lebenssituationen
– Trauma + posttraumatisches Stresssyndrom
– Transgenerationale Weitergabe von Traumatisierungen
– Umgang mit Trauer im Kontext des Themas
– Ausklang des Tages, Raum für Fragen

2.Tag Eigene Betroffenheit
– Teilnehmerrunde eigene Betroffenheit Trauer
– Beispiele zum folgenden Thema
– Teilnehmerrunde Kriegs- Kind, – Enkel, – Urenkel
– Bezug des Themas zur Arbeitssituation der Teilnehmer

3.Tag Umgang mit Betroffenen in Begleitung, Pflege und Therapie
– Eigene Haltung gegenüber Betroffenen
– Arbeitstechniken, Rituale
– Konkrete Fälle aus der Arbeitssituation der Teilnehmer
– Selbstfürsorge, Supervision

Veranstaltungsort

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Seminarort: Leibniz Kolleg Hannover - Fortbildungen im Gesundheitswesen
Adresse: Karl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover (Deutschland)
Kontakt vor Ort:
  0511 982 462 39

Schlagworte

Veranstalter

Leibniz Kolleg Hannover

Leibniz Kolleg Hannover

Adresse: Karl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Ansprechpartner:
Telefon: 0511-98249239

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