Angststörungen und Phobien im therapeutischen Kontext

Auf einen Blick

Beginn: Montag, 06. Juli 2020, 08:30 Uhr
Ende: Mittwoch, 08. Juli 2020, 17:30 Uhr

Montag, der 06.07.2020 von 10.00 – 17.00 Uhr. Dienstag, der 07.07.2020 von 9.00 – 16.00 Uhr. Mittwoch, der 08.07.2020 von 9.00 – 16.00 Uhr. 

Veranstalter: Leibniz Kolleg Hannover
Veranstaltungsort: 30625 Hannover

Referent/in: Uwe Hampel
Fortbildungspunkte: 24
Zertifikat: Abschlusszertifikat
Teilnehmerzahl:

Kosten:
Standardpreis: 425,00 zzgl. 20,00 Skriptgebühr €

Beschreibung

Angststörungen und Phobien besser verstehen und mit Empathie begegnen

Wie gehe ich als Nicht-Psychotherapeut mit Patienten um, die unter Angststörungen und/oder Phobien leiden.
Im Grunde genommen ist fast jede krankhafte Angst und Panikattacke auf einen Konflikt zwischen unseren beiden Gehirnen (Neocortex und limbisches Gehirn) zurückzuführen.

Ziel des Seminares:
Die Seminarteilnehmer verstehen pathologische Angst und können in ihrer nichtpsychotherapeutischen Praxis besser mit Angst-Patienten umgehen.

Teil 1: Angststörungen besser verstehen

1.1.Störungsbilder erkennen und differenzieren
Klassifizierung und Verlauf von Angststörungen und Phobien. Angststörungen werden unterschiedlich klassifiziert. Früher wurde die Einteilung von psychischen Störungen mit dem Hauptsymptom Angst in Angstneurosen und Phobien unterteilt. Die früher als Angstneurosen beschriebenen Krankheitsbilder werden in den modernen Diagnosesystemen aufgeteilt in Panikstörung und generalisierte Angsterkrankung. Phobien werden im Wesentlichen in Agoraphobie, soziale Phobie und isolierte (spezifische) Phobien unterteilt.

1.2. Entstehung von Ängsten und Phobien

Chemisches Ungleichgewicht
Seit einigen Jahren sehen verschiedene Wissenschaftler und Forscher eine chemische Unausgewogenheit im Körper als die Ursache für Angststörungen und Panikattacken. Diese Annahme soll den Bedarf einer medikamentösen Behandlung erklären.
Körperliche und emotionale Erschöpfung
Es gibt Wissenschaftler, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen einem Erschöpfungszustand und einer Angststörung sehen. Diese Theorie ist in den 80er Jahren in den USA entstanden und wurde durch zahlreiche Studien bestätigt.
Ursache im Familiensystem
Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Angststörung genetisch bedingt ist. Allerdings scheint es so zu sein, dass eine Panikstörung eines Elternteils die Entstehung bei den Kindern begünstigen kann.

Innerer Konflikt
Eine vierte Ursache für Angststörungen wird in einem inneren Konflikt gesehen, der den meisten betroffenen Menschen allerdings nicht bewusst sind. Innere Konflikte entstehen meistens durch ungelöste Schwierigkeiten in der Kindheit, die dann ins Unbewusste verdrängt werden. Dort treiben sie aber weiter ihr Unwesen. Der Konflikt besteht zwischen dem Verstand und der Emotion, also zwischen dem Neocortex und dem limbischen Gehirn.

1.3.Hilfreiche Grundannahmen, Therapieschulen und Heilmethoden
Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die klassischen Therapieschulen (Verhaltenstherapie und analytische Verfahren) und die modernen therapeutischen Ansätze (Hypnosystemische Therapie).  Nützliche Grundannahmen und Ansätze u.a. von Sigmund Freud, C.G. Jung, Gunther Schmidt, Gerald Hüther und anderen. Wie Konflikte krankmachen können (Angst, Depression, Zwänge, psychosomatische Symptome).

Was sind innere Konflikte und wie können sie aufgelöst werden: Innere Konflikte sind für die meisten, wenn nicht sogar für alle neurotischen Probleme verantwortlich. Sie machen aber auch dem „gesunden Menschen“ das Leben schwer.
Das Unterdrücken von Meta-Bedürfnissen erzeugt psychische und somatische Anspannungen, die sich bis zu einer Depression und Angst steigern können. Die Teilnehmer lernen die wichtigsten menschlichen Meta-Bedürfnisse (Sicherheit, Zugehörigkeit, Individuation) kennen.

Aktive und passive Gedanken und was sie mit uns machen.

Teil 2: Angstpatienten mit Empathie begegnen

Praktische Beispiele aus der therapeutischen Praxis der Teilnehmer.
Rollenspiele und Meta-Prozesse.
Wir üben den praktischen Umgang mit Angstpatienten (Bezug zum therapeutischen Alltag der Teilnehmer) und entwickeln Strategien (Gruppenarbeit) um ihnen mit Empathie zu begegnen.

Bitte beachten sie, dass jeder Teilnehmer der Veranstaltung für sich selbst verantwortlich ist. Der Seminar-Leiter setzt eine psychische Gesundheit der Teilnehmer voraus, ohne zu definieren, was dieses bedeutet. Dieses Seminar ist keine Psychotherapie und ist auch kein Ersatz dafür. Es werden keine therapeutischen Interventionen durchgeführt!

Dieses Seminar ist als Bildungsurlaub anerkannt – sprechen Sie uns an!

Veranstaltungsort

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Seminarort: Leibniz Kolleg Hannover - Fortbildungen im Gesundheitswesen
Adresse: Karl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover (Deutschland)
Kontakt vor Ort: Julia Müller
  0511-98246239

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Veranstalter

Leibniz Kolleg Hannover

Leibniz Kolleg Hannover

Adresse: Karl-Wiechert-Allee 66, 30625 Hannover
Ansprechpartner:
Telefon: 0511-98249239

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