Das Castillo Morales® -Konzept – Überblick


Auf einen Blick

Beginn: Freitag, 25. November 2022, 14:00 Uhr
Ende: Samstag, 26. November 2022, 18:00 Uhr
Online-Seminar Du besuchst die Fortbildung online.

Freitag, 25.11.2022, 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr und Samstag, 26.11.2022, 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr 

Veranstalter: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Referent/in: Christine Pacher, Dr. Johannes Limbrock
Fortbildungspunkte:
Teilnehmerzahl: maximal 18 Teilnehmer/innen

Kosten:
Frühbucherpreis: 220,00 € – bis zum 25.09.2022
Standardpreis: 240,00 €

Beschreibung

Das Castillo Morales® -Konzept ist ein umfassendes, neurophysiologisch orientiertes Therapiekonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen, sensomotorischen und orofazialen Störungen. Das Konzept beinhaltet die Förderung sensorischer und motorischer Fähigkeiten und einen orofazialen Behandlungsschwerpunkt (orofaziale Therapie inklusive stimulierender Gaumenplatten).

Philosophie: Rodolfo Castillo Morales beschäftigte sich intensiv mit der Anthropologie Lateinamerikas und ließ diese Erfahrungen mit der Lebensweise verschiedener ethnischer Gruppen grundlegend in sein Therapiekonzept einfließen. So basiert die Behandlung auf Respekt vor dem Gegenüber, Zutrauen in die Fähigkeiten des anderen und im Unterstützen seiner Stärken. Sie berücksichtigt schwerpunktmäßig die Bedürfnisse des Alltags. Enge Zusammenarbeit mit Eltern bzw. Bezugspersonen ist sowohl bei Diagnostik als auch Therapie von grundlegender Bedeutung.

Ziele der Behandlung:
– Erweiterung der nonverbalen und verbalen Kommunikationsmöglichkeiten
– Wahrnehmungsentwicklung (z.B. Spüren, Sehen, Hören)
– Verbesserung der aktiven Aufrichtung und Erweiterung der Bewegungsmöglichkeiten
– Aktivierung u. Regulierung d. orofazialen Funktionen (Saugen, Schlucken, Speichelkontrolle, Kauen, Mimik, Artikulation)
– Förderung der Eigeninitiative und Selbstständigkeit (z.B. bei Kommunikation, Essen und Trinken, Fortbewegung)
– Unterstützung der elterlichen Kompetenz
– Vermeiden sekundärer Pathologie.

Wer wird behandelt? Frühgeborene, Säuglinge und Kinder mit:
– Muskelhypotonie, z.B. bei Down-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom u.a. Syndromen.
– orofaziale Störungen z.B. bei neurologischen Erkrankungen, Fazialisparese, Möbius-Syndrom, Pierre-Robin-Sequenz oder Lippen-Kiefer-Gaumensegelfehlbildungen
– zentralmotorischen Störungen und Mehrfachbehinderung z.B. bei Zerebralparese oder Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
– peripheren Paresen z.B. Plexusparesen oder Myelomeningozelen
– neuromuskulären Erkrankungen
und Erwachsene mit neurologischen Einschränkungen

Zusammenarbeit: Es bedarf intensiven Austauschs von betreuenden Ärzten und Therapeuten und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Patienten und seiner Familie, um zu einem gemeinsamen Verständnis seiner Grundproblematik zu finden. Das Seminar führt in Theorie und Praxis des Konzepts ein, ist aber kein Teil des Ausbildungskurses. Die Prinzipien der Behandlungstechniken werden vorgestellt und in gegenseitiger Anwendung praktisch erfahren, zB die Vibration mit ihren Auswirkungen im orofazialen Bereich. In Selbsterfahrung wird das Zusammenspiel zwischen Körper, Kopfhaltung und den orofazialen Strukturen erlebt und untersucht. Durch gemeinsames Arbeiten untereinander, auch im Gesichts- und Mundbereich vermitteln die Referenten Wege zur Aktivierung der z.B. an Nahrungsaufnahme/Kommunikation beteiligten Strukturen.

Schlagworte

Veranstalter

Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Adresse: Heiglhofstr. 67, München
Ansprechpartner: Kursbüro
Telefon: 089/724968-0

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