‘Lernen lernen‘: Praktische Anwendung der Waldon Methode

Auf einen Blick

Beginn: Montag, 30. November 2020, 10:00 Uhr
Ende: Montag, 30. November 2020, 16:30 Uhr

Veranstalter: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.
Veranstaltungsort: 81377 München

Referent/in: Sibylle Janert
Fortbildungspunkte:
Teilnehmerzahl: maximal 20 Teilnehmer/innen

Kosten:
Frühbucherpreis: 135,00 € – bis zum 10.10.2020
Standardpreis: 150,00 €

Beschreibung

‘Lernen lernen’ ist ein praxisnaher Einführungsworkshop in die Waldon Methode, deren Ziel es ist, die kognitiven Fähigkeiten von Kindern mit verschiedenen Lernschwierigkeiten, Autismus oder geistiger Behinderung zu fördern. Die Waldon Methode bietet oft einen Zugang zu einem Kind, das schwer zu erreichen oder in seiner Entwicklung festgefahren ist, und wenn sonst nichts funktioniert.

Dieser Entwicklungsansatz wurde in den 1970-80iger Jahren vom Kinderneurologen Dr. Geoffrey Waldon entwickelt, der das fehlende Verstehen des Kindes für die Hauptursache von Lernschwierigkeiten und vielen Verhaltensproblemen hielt. Wer Verstehen nicht versteht, kann nicht lernen. Verstehen ist die Grundlage von allen weiteren kognitiven Fähigkeiten, einschließlich Sprachverständnis und Sprechenlernen. Es ist schwer sich vorzustellen, dass ein anderer Mensch Verstehen nicht versteht. Aber vielen Kindern mit Entwicklungsverzögerungen fehlt diese Grundlage: Sie verstehen Verstehen nicht – und können somit nicht Lernen lernen.

Einzigartig für die Waldon Methode ist, dass sie non-verbal stattfindet, d.h. ohne verbale Anweisungen. Die sich hieraus ergebende besondere Art der Kommunikation wird von beiden Spielpartnern, nach anfänglicher Irritation oft als große Erleichterung erlebt. Kleine Kinder lernen anfangs vor allem durch eigene Erfahrungen und nicht durch Erklärungen oder verbale Anweisungen. Verstehen entsteht durch Explorieren und eigene multi-sensorische Erfahrungen mit einfachen Spielmaterialien, mit denen man ganz viel machen kann. Fertiges oder elektronische Spielzeug gehört nur selten hierzu. Auf diesem Gebiet herrscht in unserer modernen Zeit oft große Verunsicherung unter Eltern und Erziehern.
Soziale und kognitive Kompetenzen entwickeln sich zwar parallel, bedürfen jedoch sehr unterschiedlicher Erfahrungen. Während das soziale Verständnis und die Fähigkeit zu kommunizieren durch liebevolle Interaktionen mit Bezugspersonen gelernt werden, entwickelt sich das kognitive Verständnis vorwiegend durch die eigene sensorische Erfahrung und Handhaben sowie wiederholten aktiven körperlichen Kontakt mit Gegenständen mit Hilfe der eigenen Hände. Es sind unsere Hände, die uns zum Menschen machten – und es trotz Handykultur immer noch tun.

Der Fokus in diesem Workshop ist ausschließlich auf der kognitiven Entwicklung des Kindes. Wir werden untersuchen und durch praktische Übungen ausprobieren, wie Verstehen entsteht. Dies bedarf oft anderer Spielmaterialien als vorgefertigte Spielsachen. Wir werden erfahren, dass der Sinn dieser grundlegenden Aktivitäten in den Bewegungsmustern liegt. Die Aktivitäten selber sind nicht das Ziel. Es geht ums Tun und ums Dranbleiben und darum, neue Erfahrungen zu ermöglichen. Denn dann findet Lernen statt.

Veranstaltungsort

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Seminarort: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.
Adresse: Heiglhofstraße 67, 81377 München (Deutschland)
Kontakt vor Ort: Kursbüro
  089-72496811

Schlagworte

Veranstalter

Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Adresse: Heiglhofstr. 67, München
Ansprechpartner: Kursbüro
Telefon: 089/724968-0

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