Risiko Bindungsentwicklung? Einschätzung von Risiken in der frühen Beziehung von Babys und ihren Eltern


Auf einen Blick

Beginn: Freitag, 19. April 2024, 10:00 Uhr
Ende: Samstag, 20. April 2024, 18:00 Uhr

19./20. April 2024, Freitag 10 - 18 Uhr, Samstag 9 - 17 Uhr 

Veranstalter: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.
Veranstaltungsort: 81377 München

Referent/in: Dr. Dipl. Psych. Susanne Hommel
Fortbildungspunkte:
Max. Teilnehmerzahl: 25

Kosten:
Standardpreis: 260,00 €

Beschreibung

Grundlage jeder Form früher Intervention ist die Einschätzung der Ressourcen und Risikofaktoren der frühen Beziehung von Säugling und Eltern. Dieses Seminar bezieht sich direkt auf die Seminare W 1 bis 3 und gibt eine kurze Einführung in ein entwicklungspsychoanalytisches Verständnis der frühen Beziehung. Risiken der frühen Beziehungsentwicklung bei Schwierigkeiten der kindlichen Affektregulation durch eingeschränkte elterliche Fähigkeiten zu Co-Regulation, Mirroring, reflexiven Fähigkeiten, Mentalisierungsfähigkeit und Containment im Kontext elterlicher peripartaler psychischer Störungen, Traumatisierung und bestehender psychischer Erkrankungen werden dargestellt. Und deren Bedeutung für die Einschätzung der Qualität der sich entwickelnden Säuglings/Kleinkind-Eltern-Beziehung, deren Risikofaktoren im Hinblick auf die kindliche Bindungsentwicklung und potentielle Kindeswohlgefährdung werden erläutert.

Diese theoretische Basis wird ergänzt durch einen Überblick der gängigen Screeningverfahren und Beobachtungsskalen zur Einschätzung von Risiken und Ressourcen der Frühen Beziehung.

Der Schwerpunkt des 2. Seminartages liegt auf der videogestützten Einschätzung dieser Risiken der Beziehungsentwicklung anhand von spezifischen Risikomarkern, die Beobachtungsskalen wie die Parent-Infant Relational Assessment Tool (PIRAT) Global Scales (Broughton, Hommel & the Parent-Infant Project, 2016, Hommel, 2018) diagnostisch nutzen.

Diese beobachtbaren Marker dysfunktionaler Reaktionen und Verhaltensweisen auf kindlicher wie elterlicher Seite ermöglichen eine praxisrelevante und zeiteffiziente Einschätzung der frühen Beziehung, um den daraus folgenden Interventionsbedarf für Begleitung, Beratung und Behandlung zu definieren. Dies wird anhand von Videos verdeutlicht. Es besteht die Möglichkeit auch eigene Videobeispiele mitzubringen.

Literatur zum Ein- und Nachlesen

Fraiberg, S. (2003). Pathologische Schutz- und Abwehrreaktionen in der frühen Kindheit. Praxis der Kinderpsychologie u. -psychiatrie 52, 8, 560-77. Fraiberg, S., Adelson, E., & Shapiro, V. (2003). Gespenster im Kinderzimmer: Probleme gestörter Mutter-Säugling-Beziehungen aus psychoanalytischer Sicht. Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, 34(120), 465–504. Fonagy, P. et al. (2011). Affektregulierung, Mentalisierung, Entwicklung des Selbst. Stuttgart: Klett-Cotta. (Einleitung & Kap. 1). Hommel, S. (2018). Beziehung und Bindung: Auf einer Skala von 0 bis 4. Dt. Hebammen Zeitschrift, 70 (12): 38–42. Hommel, S. (2022): Entwicklungskrisen im Angesicht der Katastrophe. Frühe Kindheit 3/22, 25-38.

Veranstaltungsort

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Seminarort: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.
Adresse: Heiglhofstraße 67, 81377 München (Deutschland)
Kontakt vor Ort:
  089-72496811

Schlagworte

Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Veranstalter

Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Adresse: Heiglhofstr. 67, München
Ansprechpartner: Kursbüro
Telefon: 089/724968-0

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