Ursachen von Lesestörungen (Legasthenie) mit PC-gestützen Verfahren erkennen und gezielt therapieren


Auf einen Blick

Beginn: Samstag, 06. Oktober 2018, 10:00 Uhr
Ende: Samstag, 06. Oktober 2018, 17:00 Uhr

Veranstalter: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.
Veranstaltungsort: 81377 München

Referent/in: Prof. Dr. Dr. Reinhard Werth
Fortbildungspunkte:
Teilnehmerzahl: maximal 20 Teilnehmer/innen

Kosten:
Frühbucherpreis: 135,- € – bis zum 23.8.18
Standardpreis: 150,- €

Beschreibung

Lesen ist eine komplexe Tätigkeit, an der verschiedene Hirnleistungen beteiligt
sind. Jede dieser Hirnleistungen kann selektiv gestört sein. Eine oder mehrere solcher
Störungen kann die Ursache für das Auftreten einer Lesestörung sein. Was als
“Legasthenie” bezeichnet wird, ist eine Beeinträchtigungen der Leseleistung, die jedoch
völlig unterschiedliche Ursachen haben kann. In Untersuchungen an der Universität
München ließen sich 14 verschiedene Ursachen für Lesestörungen identifizieren. Zu diesen
gehören z.B. zu große Blicksprünge, zu kurze Fixationszeiten, eine Schwäche des
Simultanerkennens, ein verkleinertes visuelles Aufmerksamkeitsfeld, verlängerte Abrufzeiten
aus dem Gedächtnis für Graphem-Phonem Verbindungen usw. Bestimmte Arten
von Lesestörungen treten bei Kindern mit Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität
auf.
Die Diagnostik von Lesestörungen muss folglich die am Lesen beteiligten
Einzelleistungen untersuchen. Dabei muss festgestellt werden, ob die Lesestörung durch
eine oder mehrere gestörte Einzelleistungen zustande kommt, die nicht durch eine andere
Leistung kompensiert wurden oder ob es sich um eine mangelnde Abstimmung zwischen
Einzelleistungen handelt. Ebenso muss sich eine Therapie von Lesestörungen auf
die jeweils gestörte Einzelleistung oder inadäquate Abstimmung zwischen Einzelleistungen
richten. So unterschiedlich die Ursachen für Lesestörungen sind, so unterschiedlich
sind auch die erforderlichen Therapien.
An der Universität München entwickelte PC-gestützte Verfahren erlauben eine Untersuchung
der jeweiligen Ursachen einer Lesestörung bei jedem individuellen Kind sowie
eine Therapie, die auf die Ursachen, die bei dem jeweiligen Kind zur Lesestörung führen,
gerichtet ist. Dabei werden zwei verschiedene Wege der Therapie eingeschlagen: eine
kompensatorische Therapie, bei der es durch eine auf das jeweilige Kind zugeschnittene
Lesestrategie möglich wird, die Ursachen der Lesestörung zu umgehen (kompensieren)
und eine nicht-kompensatorische Therapie, bei der die Leistungsdefizite durch gezieltes
Training verringert werden. In zwei kontrollierten Studien gelang es mit Hilfe der von uns
entwickelten PC-gestützten Verfahren (Werth et al. 2001) innerhalb kurzer Zeit die Zahl
der Lesefehler im Mittel auf etwa ein Drittel der Fehlerzahl vor der Therapie herabzusetzen.
Im Vortrag werden die psychobiologischen Mechanismen des Lesens, die Ursachen für
Lesestörungen und sich daraus ergebende therapeutische Möglichkeiten dargestellt. Es
wird eine Einführung in die PC-gestützte Diagnostik zum Erkennen der Ursachen von
Lesestörungen und in PC-gestützte Therapieverfahren, die sich auf die jeweiligen
Ursachen richten, gegeben.

Veranstaltungsort

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Seminarort: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen
Adresse: Heigelhofstraße 63, 81377 München (Deutschland)
Kontakt vor Ort: Kursbüro
  089-7249680

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Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Adresse: Heiglhofstr. 67, München
Ansprechpartner: Kursbüro
Telefon: 089/724968-0

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