Zertifizierter Experte Trachealkanülenmanagement bei Dysphagie®

Auf einen Blick

Beginn: Freitag, 07. Februar 2020, 09:00 Uhr
Ende: Sonntag, 26. April 2020, 17:00 Uhr

Curriculare Ausbildung in 2 Modulen á 3 Tage 

Veranstalter: DAS DYSPHAGIEZENTRUM
Veranstaltungsort: 14055 Berlin

Referent/in: Mirko Hiller M.Sc. / Neurorehabilitation, Tobias Seltmann
Fortbildungspunkte: 48
Zertifikat: Abschlusszertifikat
Teilnehmerzahl: maximal 18 Teilnehmer/innen

Kosten:
Standardpreis: 1190,00 €

Beschreibung

Curriculare Fortbildung zur optimalen Versorgung von Patienten mit Trachealkanülen bei Dysphagie im klinischen und ambulanten Bereich mit Abschluss zum zertifizierten Experten für Trachealkanülenmanagement bei Dysphagie (ZEREX-TK/DYS®) des DNWD e.V.

Das Curriculum zur Weiterbildung zum zertifizierten Experten „Trachealkanülenmanagement bei Dysphagie“ des Dysphagienetzwerk Deutschland e.V. orientiert sich an den Erfordernissen der Aus- und Fortbildung im Bereich der Gesundheitsberufe zur stetigen Verbesserung der medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung von Patienten mit Dysphagie und Trachealkanülenpflicht im klinischen als auch außerklinischen Bereich der Versorgung.

Des Weiteren werden Erfordernisse berücksichtigt, die in folgender Leitlinie verfasst wurden:

  • Neurogene Dysphagie – Leitlinie für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, Prosiegel et al., 2012

Zudem wird mit diesem Curriculum den gesetzlichen Regelungen zur Delegation ärztlicher Leistungen Rechnung getragen.

Es richtet sich an medizinische Fachangestellte, medizinische Pflegekräfte, interessierte Ärztinnen und Ärzte sowie an Logopädinnen und Logopäden und verwandte Berufsbilder.

Ziel des Curriculums ist es, strukturierte Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu vermitteln, die über Kenntniserwerb durch vereinzelte Fortbildungen und das „Lernen durch Praxis“ bei Patienten mit Trachealkanüle und Dysphagie hinausgehen und interdisziplinäre Blickwinkel berücksichtigen.

Das Curriculum umfasst 48 UE und besteht aus einem 28 UE umfassenden Theorieteil sowie einem 20 UE umfassenden Praxisteil.

Zudem müssen 4 Stunden Hospitationen absolviert sowie eine Belegarbeit erarbeitet werden. Der Inhalt des Curriculums ist in Module gegliedert und schließt praktische Übungen ein.

Die Teilnahme wird nach einer abschließenden erfolgreichen Lernerfolgskontrolle (Multiple-Choice-Test) sowie einer praktischen Prüfung durch den Veranstalter bescheinigt.

Das Zertifikat (ZEREX-TK/DYS®) wird nach erfolgreichem Abschluss nach Prüfung aller Voraussetzungen durch das DDZ und den DNWD e.V. ausgestellt.

Kursinhalte

Modul I (24 UE)

Rechtliche Grundlagen 

  • Medizinproduktegesetz
  • Infektionsschutzgesetz
  • Delegation ärztlicher Leistungen
  • Versorgungsverträge Homecare
  • Patientenrechte

Anatomie, Physiologie, Neurologie und Pathophysiologie der oberen Atemwege und des Schluckvorganges inkl. Schutzmechanismen

Tracheo(s)tomie – Indikation / Komplikationen  

  • Abgrenzung zur Intubation
  • Indikationen zur Tracheotomie
  • Folgen einer Tracheotomie
  • Tracheostomaformen
  • Mögliche Komplikationen und Lösungsvorschläge

Trachealkanülen 

  • Trachealkanülenarten
  • Zuordnung zu Erkrankungen
  • Wirkungsweise unterschiedlicher Trachealkanülenarten
  • Tracheostomazubehör / Hilfsmittel

Zubehör und klinische Basisausstattung

Trachealkanülenmanagement bei Dysphagie 

  • Handling des Kanülenwechsels (geblockt und ungeblockt)
  • Besonderheiten beim beatmeten Patienten mit Dysphagie beim Entblocken und beim Kanülenwechsel
  • mögliche Komplikationen und Lösungsvorschläge

Sekretmanagement 

  • Indikationen zum trachealen Absaugen
  • Vorgehensweisen
  • Gefahren / Probleme
  • ergänzende / flankierende medizinisch – therapeutische Maßnahmen

praktische Übungen unter Anleitung am Dummy 

  • Entblocken
  • Trachealkanülenwechsel
  • subglottisches sowie tracheales Absaugen

Klärung von Fragen, Besprechung von Inhalten der Belegarbeit und Hospitation

Die Belegarbeit muss 2 Wochen vor Beginn des letzten Modules abgegeben oder eingesandt werden.

 

Modul II (24 UE)

Grundlegende Kenntnisse 

  • zum Hygienemanagement
  • Mundpflege / Mundhygiene
  • Wundmanagement

Dokumentation

  • Protokolle
  • Anforderungen

praktische Übungen unter Anleitung am Dummy 

  • Entblocken
  • Trachealkanülenwechsel
  • subglottisches sowie tracheales Absaugen

Diagnostik der Dysphagie bei tracheotomierten Patienten

  • mögliche und notwendige klinische und bildgebende Diagnostik
  • Schweregradeinteilung (Scores)
  • mögliche medizinisch-therapeutische Konsequenzen

Nahrungsaufnahme (optimale, sichere und ausreichende Ernährung)

  • Möglichkeiten, Besonderheiten und Gefahren bei tracheotomierten Personen mit und ohne Dysphagie

Rehabilitation

  • Besonderheiten und Schwerpunkte der Therapie der Dysphagie bei tracheotomierten Patienten
  • Überleitungsmanagement
  • Indikationen, Alternativen und Abläufe von Dekanülierung und Stomaverschluss

Praktische Übungen am Dummy selbstständig unter Supervision

Lernerfolgskontrolle (Multiple Choice Test) 

Praktische Prüfung

Abschluss und Ausgabe des Zertifikates 

 

Belegarbeit / Hospitation

Die Belegarbeit sowie die Hospitation dienen der Festigung der erlernten Fähigkeiten und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema „Trachealkanüle und Dysphagie“.

Die Belegarbeit sollte einem selbst gewählten Patientenbeispiel gewidmet werden.

Hier sollte das Trachealkanülenmanagement bei Dysphagie in seiner Gesamtheit unter Berücksichtigung der Fachliteratur betrachtet und bewertet werden.

Personengebundene Daten können dabei ausgelassen werden, außer der Patient stimmt ausdrücklich zu.

Kritsch betrachtet werden sollte die Indikation der Tracheotomie, das Trachealkanülenmanagement und die Rehabilitation unter Berücksichtigung der Grunderkrankung.

Mögliche Änderungs- oder Lösungsvorschläge sollten dargestellt werden.

Die Belegarbeit sollte nicht weniger als 3 und nicht mehr als 6 Seiten umfassen.

Das Hospitationspraktikum sollte mindestens einen Tag in einer frei gewählten Einrichtung (ambulant oder stationär) stattfinden.

Eine Hospitations- oder Praktikumsbescheinigung ist vor den Prüfungen mit der Belegarbeit spätestens 2 Wochen vor dem 2. Modul vorzulegen.

Voraussetzungen für den Besuch des Seminars

Die Zulassung zur Fortbildung setzt voraus:

eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung als Logopädin / Logopäde, Sprachheilpädagogin / Sprachheilpädagoge, Linguistin / Linguist sowie verwandte Berufsbilder, Pflegepersonal und Ärztinnen und Ärzte mit Vorkenntnissen zum Thema Dysphagie.

Zeiten

täglich:
09.00 – 17.00 Uhr

Dieser Kurs wird als einer von 3 Bausteinen zur Ausbildung zum Dysphagiefachtherapeuten angerechnet.

Veranstaltungsort

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Seminarort: Malteser Krankenhaus Berlin
Adresse: Pillkaller Allee 1, 14055 Berlin (Deutschland)
Kontakt vor Ort: Sabine Böttcher
  0 37 33 / 41 95 600

Schlagworte

Veranstalter

DAS DYSPHAGIEZENTRUM

DAS DYSPHAGIEZENTRUM

Adresse: Scherbank 18, 09456 Annaberg-Buchholz
Ansprechpartner: Sabine Böttcher
Telefon: 03733/4195600

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