Das Castillo Morales-Konzept – Überblick

Auf einen Blick

Beginn: Freitag, 12. Oktober 2018
Ende: Samstag, 13. Oktober 2018

Veranstalter: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.
Veranstaltungsort: 81377 München

Referent/in: Dr. med. Johannes G. Limbrock
Fortbildungspunkte:
Teilnehmerzahl: maximal 18 Teilnehmer/innen

Kosten:
Frühbucherpreis: 210,- € – bis zum 29.8.18
Standardpreis: 230 €

Beschreibung

Das Castillo Morales®-Konzept ist ein umfassendes, neurophysiologisch orientiertes
Therapiekonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen, sensomotorischen
und orofazialen Störungen. Das Konzept beinhaltet die Förderung sensorischer und
motorischer Fähigkeiten und einen orofazialen Behandlungsschwerpunkt (orofaziale
Therapie inklusive stimulierender Gaumenplatten).
Philosophie: Rodolfo Castillo Morales beschäftigte sich intensiv mit der Anthropologie
Lateinamerikas und ließ diese Erfahrungen mit der Lebensweise der Ureinwohner grundlegend
in sein Therapiekonzept mit einfließen. So basiert die Behandlung auf dem
Respekt vor dem Gegenüber, dem Zutrauen in die Fähigkeiten des anderen und im
Unterstützen seiner Stärken. Sie berücksichtigt schwerpunktmäßig die Bedürfnisse des
Alltags. Ein enges Zusammenarbeiten mit den Eltern bzw. Bezugspersonen ist sowohl
bei der Diagnostik als auch in der Therapie von grundlegender Bedeutung.
Ziele der Behandlung:
– Erweiterung der nonverbalen und verbalen Kommunikationsmöglichkeiten
– Wahrnehmungsentwicklung (z.B. Spüren, Sehen, Hören)
– Verbesserung der aktiven Aufrichtung und Bewegung
– Aktivierung und Regulierung der orofazialen Funktionen (Saugen, Schlucken, Speichelkontrolle,
Kauen, Mimik, Artikulation)
– Förderung der Eigeninitiative und Selbstständigkeit (z.B. bei Kommunikation, Essen und
Trinken, Fortbewegung)
– Unterstützung der elterlichen Kompetenz
– Vermeiden sekundärer Pathologie
Wer wird behandelt? Frühgeborene, Säuglinge und Kinder mit:
– Muskelhypotonie, z.B. bei Down-Syndrom, Prader-Willi-Syndrom u.a. Syndromen.
– orofaziale Störungen z.B. bei neurologischen Erkrankungen, Fazialisparese, Möbius-
Syndrom, Pierre-Robin-Sequenz oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
– zentralmotorischen Störungen und Mehrfachbehinderung z.B. bei Zerebralparese oder
Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
– peripheren Paresen z.B. Plexusparesen oder Myelomeningozelen
– neuromuskulären Erkrankungen
Zusammenarbeit: Es bedarf intensiven Austauschs von betreuenden Ärzten und Therapeuten
und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Patienten und seiner
Familie, um zu einem gemeinsamen Verständnis seiner Grundproblematik zu finden.
Das Seminar führt in Theorie und Praxis des Konzepts ein, ist aber kein Teil des Ausbildungskurses.
Die Prinzipien der Behandlungstechniken werden vorgestellt und in gegenseitiger
Anwendung praktisch erfahren, z.B. die Vibration mit ihren Auswirkungen im
orofazialen Bereich. In Selbsterfahrung wird das Zusammenspiel zwischen Körper und
Kopfhaltung und den orofazialen Strukturen erlebt und untersucht. Durch gemeinsames
Arbeiten untereinander, auch im Gesichts- und Mundbereich vermitteln die Referenten
Wege zur Aktivierung der z.B. an der Nahrungsaufnahme/Kommunikation beteiligten
Strukturen.

Veranstaltungsort

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Seminarort: Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen
Adresse: Heigelhofstraße 63, 81377 München (Deutschland)
Kontakt vor Ort: Kursbüro
  089-7249680

Schlagworte

Veranstalter

Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Deutsche Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen e.V.

Adresse: Heiglhofstr. 63, München
Ansprechpartner: Kursbüro
Telefon: 089/724968-0

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